Ettlinger Holzbildhauer Rudi Bannwarth erhält den Europäischen Gestaltungspreis

Ettlinger Holzbildhauer Rudi Bannwarth erhält den Europäischen Gestaltungspreis
Julia Trauben für die BNN
Veröffentlichungsdatum:
29 März 2022
Ausstellung im Regierungspräsidium Karlsruhe 

Ob „Knastkrippe“, „Konsumkrippe“ oder „Baustellenkrippe“: Der Ettlinger Bildhauer Rudi Bannwarth ist bekannt für seine außergewöhnlichen Darstellungen der biblischen Geschichte. Für eine neue Arbeit wurde er nun ausgezeichnet.

Mit einem wachen Blick schaut das Mädchen geradeaus, die linke Handhebt sich lässig zum Peace-Zeichen. In der Ecke rechts vor ihr sitzt ein Teddy im Hintergrund strahlt die Sonne.

Es ist ein ganz persönliches Werk, mit dem Rudi Bannwarth aus Ettlingenweier die Jury beim Europäischen Gestaltungspreis für Holzbildhauer überzeugt hat. Die aus Lindenholz geschnitzte Figur soll seine 13-jährige Tochter darstellen, die vom Kind zur Frau wird.

„Sie ist neugierig auf Morgen“, sagt Rudi Bannwarth, und verrät damit gleich das Motto des Wettbewerbs, den die Landesinnung für Holzbildhauer alle drei Jahre auslobt. Mehr als 80 Holzbildhauerinnen und Holzbildhauer aus ganz Europa haben sich mit ihren Werken zum Thema „Sie ist neugierig auf Morgen“ beworben. 50 kamen in die engere Auswahl, darunter 16 Nachwuchskünstler bis 26 Jahre und 34 Profis.

Ihre Werke werden noch bis 1. Mai im Obergeschoss des Regierungspräsidiums Karlsruhe in der Karl-Friedrich-Straße 17 ausgestellt. Dort fand am Donnerstagabend auch die Preisverleihung statt.

Nachwuchspreis geht an Karlsruher Bildhauer

Neben dem mit 3.000 Euro dotierten Hauptpreis für Rudi Bannwarth wurde auch ein Nachwuchspreis (2.500 Euro) verliehen. Er ging an Hannes Mussner aus Karlsruhe für sein Werk „Es werde Licht“: eine Holzskulptur, die eine Frau mit einem Speer in der Hand und einem Astronautenhelm auf dem Kopf zeigt.

Die zwei Jahre Corona-Pandemie seien eine „Existenziell schwierige Zeit für die Künstler“ gewesen, jetzt gehe es darum, einen positiven Blick in die Zukunft zu werfen, erklärte Landesinnungsmeister Martin Schonhardt das Motto des Wettbewerbs.

Die ausgewählten Werke versprühten eine „zuversichtliche Neugier auf Morgen“, sagte Regierungspräsidentin Sylvia Felder bei der Preisverleihung „Die Neugierde lebt trotz Corona und Krieg in Europa“.

Patrick Rapp, Staatssekretär im baden-würtenbergischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, betonte die Rolle des Handwerks als „stablisierender Faktor in unserer Gesellschaft.“ Die Ausstellung sein ein „Aushängeschild für das Handwerk“.

Bannwarths Werk mit dem Titel „Ich bin bereit! Morgen kann kommen“ treffe „unglaublich gut die Stimmung eines jungen Mädchens auf der Schwelle zum Erwachsenwerden“, begründete Martin Schonhardt die Entscheidung der Jury. Darüber hinaus, lobte er sie „sehr gute Farbkombination“ und „die souveräne künstlerisch-handwerkliche Ausführung“.
 
Die Ausstellung im Regierungspräsidium ist noch bis 1. Mai täglich – auch an den Wochenenden – jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Nur von Karfreitag bis Ostersonntag ist geschlossen. Der Eintritt ist frei.​

Foto: Andrea Fabry
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