Europäischer Gestaltungspreis  › Historie  

Historie

Die Geschichte des Europäischen Gestaltungswettbewerbes begann vor 25 Jahren

"Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns in ihnen!"


Diese Worte stehen für den Gedanken zum Europäischen Gestaltungspreis - Ein Kunstwettbewerb für Holzbildhauer und dem Holzbildhauer Nachwuchs.
 
Die Holzbildhauerei hat eine fast achttausend Jahre alte Handwerkstradition. Zusammen mit den Fachverbänden unserer europäischen Nachbarländer, leistet die Landesinnung der Holzbildhauer Baden-Württemberg intensive Öffentlichkeitsarbeit um den Erhalt und die Anerkennung des zwischenzeitlich exotischen Handwerksberufes.
 
Heinz Schild, in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, Präsident des Verbandes der Schweizer Holzbildhauer, rief den Gestaltungspreis „Goldener Schlegel“ als Wanderausstellung ins Leben. Schlegel ist in der Schweiz die Bezeichnung für den Holzhammer, das traditionelle Handwerkszeug an sich, mit dem ein Holzbildhauer seine Arbeit machen kann. Hintergrund dieses Gedankens war, dem einzelnen Holzbildhauer die Möglichkeit zu schaffen, seine eigene Kreativität zu einem vorgegebenen Thema zu verwirklichen, sich mit anderen Kollegen auszutauschen und nicht allein zum Broterwerb zu arbeiten.Der erste Schritt war geschaffen, Tradition und Moderne gestalterisch zusammen zu führen. Später kamen die Landesinnung der Holzbildhauer Baden-Württemberg und das Elsass hinzu. 
 
So wurde vor 25 Jahren ein Gestaltungswettbewerb ins Leben gerufen, der sich vom „Goldenen Schlegel zum GestaltungsPreis für Holzbildhauer zum Europäischen Gestaltungspreis für Holzbildhauer und dem Holzbildhauer Nachwuchs“ entwickelte. Heute ist der Gestaltungswettbewerb, der alle drei Jahre ausgeschrieben wird und mittlerweile Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien und Dänemark anspricht, von der Kunstszene nicht mehr wegzudenken. Er ist Maßstab einer existentiellen Förderung, die die Basis zukunftsorientierter Arbeit des einzelnen Bildhauers schafft. Auch spiegelt der Wettbewerb die kreative Bereitschaft des einzelnen Holzbildhauers, Tradition und Moderne fließen zu lassen und sich darin mehr und mehr in einem sich entwickelnden Netzwerk zu finden und auszutauschen.
 
Die ursprüngliche Wanderausstellung ist in einer Form geblieben. Heute gehen alle Arbeiten, die von einer Fachjury für die zweite Wettbewerbsstufe ausgewählt wurden, nach der Preisträgerehrung auf Ausstellungstournee, die dann mit einer Finissage in der Landesvertretung Baden-Württemberg der Europäischen Union in Brüssel endet.
 
Grundsätzlich steht über allem; Kunst ist mehr denn je ein wichtiger Bestandteil des heutigen Lebens. Sie prägt die Gesellschaft und fördert das kulturelle Ansehen eines Volkes und trägt zu dessen menschlichem Zusammenhalt bei. 
 
Seit 2010 können dank einiger Sponsoren wie die STIHL AG, die den Hauptpreis STIHL zur Verfügung stellt und die ProWood Stiftung, die mit Preisgeldern den ersten, zweiten und dritten Nachwuchspreis unterstützt, Geldpreise vergeben werden. Ab 2013 beteiligt sich die Stadt Lichtenstein in Sachsen an der Preisvergabe, in dem sie das Vermächtnis der sächsischen Künstlerin Ruth Leibnitz in Form des Ruth-Leibnitz-Preises zum Ankauf eines Exponates vergibt.
 

Themen der vergangenen Jahre

  • 1991 CH - 700 Jahre Eidgenossenschaft
  • 1993 CH - Lebensfreude
  • 1995 CH - Freiheit
  • 1997 CH - Aufbruch
  • 1998 CH - Holz hat viele Gesichter
  • 2001 CH - Traumhaft
  • 2003 CH - Holz / Stein
  • 2005 D - Mensch
  • 2008 D - Beziehungen
  • 2010 D - Beziehung
  • 2013 D - Weibsbilder
  • 2016 D - Netzwerk